Haiku

 

Plötzlich ist Sommer

Keine Überblendungen

Nur harte Schnitte

Werner Fritsch, Juni 17

 

Liebe Freundinnen und Freunde von FAUST SONNENGESANG!

FREUDE: Am Pfingstmontag, den 5.6., sind sechs

Stunden

FAUST SONNENGESANGanzuzeigen! Ab 22 Uhr wird in

Erstausstralung FAUST SONNENGESANG II

gesendet, dann

FAUST SONNENGESANG I.

Es ist der Versuch, ein anderes Fernsehen zu kreieren,

das uns nicht ablenkt von uns, sondern zu uns führt.

Statt Fern- ein In-Sich-Sehen, um mit neuen, also eigenen

Augen zu sehen. Jeder darf - durch die Bilder meines

Filmgedichts hindurch -sein eigenes Leben sehen, seine

Träume ahnen. Mögen die Bilder schöner Augenblicke

ihrerseits die Erinnerung an schöne Augenblicke

hervorrufen...

 

http://www.br.de/fernsehen/ardZalpha/

programmkalender/ausstrahlung-1063264.html

 

 

Faust Sonnengesang II

Filmgedicht

Montag, 05.06.2017 

22:00 bis 01:00 Uhr

ARD-alpha 
2016

FAUST SONNENGESANG II hat das - durch all die

verbindenden Kontakte zu den anderen Kontinenten bereicherte -

Europa im Mittelpunkt. Im Anfang steht die tragische

Familiengeschichte des Autors exemplarisch für die deutsche

Geschichte im vergangenen Jahrhundert. Sie gipfelt in der Frage:

Wie entkommen wir den Bildern des Leidens und des

Martyriums, wie den Bildern der Apokalypse rings ums? Wir

sehen zum ersten Mal seit 2000 Jahren eine Kreuzigung in einem

Kunstwerk, wo das Blut nicht rote Farbe oder wie in Hollywood

oder Oberammergau Ketchup ist, sondern zum ersten Mal echt:

Hammer, Nägel, Hände, Füße, kurz: echtes Blut und echten

Schmerz…Mephisto erscheint als Dante und weist den Weg ins

Reich der Mütter, wo Demeter die Entführung ihrer Tochter

Persephone durch Hades und den Beginn des Patriarchats durch

Zeus beklagt. Mephista erscheint als Prinzessin Europa und

klagt von ihrer Entführung durch Zeus... Wir sehen das jeweils

unterschiedliche Licht in den Ländern Europas. Wir stoßen auf

älteste Zeichen in Spanien, Frankreich, Griechenland, in Italien

und am Schwarzen Meer. Wir hören Stimmen, die dem Kontinent

Europa geistige Kontur gegeben haben: unter anderen die

Stimme Heraklits und die von Empedokles...


Der Faust des Filmgedichts streicht im Dialog mit Goethe den

Unterschied zu dessen Faust-Figur heraus. Er sagt zum

Augenblick: Verweile doch, du bist so schön...
Ovid, Giordano

Bruno, Nietzsche werden als Kronzeugen eines Denkens, das in

stetigem Fluß ist, beschworen... Faust und Mechthild von

Magdeburg sprechen wie Liebende, über Jahrhunderte hinweg...

Die Stimme der deutschstämmigen Rock-Ikone Nico, einer

Persephone unserer Zeit, bringt uns in die Gegenwart zurück...

Eine Brücke tut sich auf zum nahen und fernen Orient: die

Stimme Omar Khayyams oder die Rumis oder die von Hafiz,

dessen Grab wir sehen, ist zu hören im Dialog mit der jungen

Muse der Poesie... Schließlich wird Faust verwandelt in

Gilgamesch und trifft die Göttin Ischtar. Er erkennt, dass die

Hymnen auf den Gott seiner Kindheit ursprünglich Hymnen

waren auf Ischtar. Am Schluß des Filmes steht Faust, flankiert

von Mephista und Mephisto, am Ufer des Atlantiks und ahnt

Amerika... Dieser Kontinent wird im Mittelpunkt von

FAUST SONNENGESANG III stehen.

Wir hören die Stimmen von Corinna Harfouch, Angela Winkler,

Irm Hermann, Jennifer Minetti, Brigitte Karner, Effi Rabsilber,

Maria Lee, Judith und Johanna Fritsch, von Peter Simonischek,

Michael Altmann, Herbert Fritsch, Martin Engler, Robert Besta,

Hans Diehl, Peter Brombacher und Werner Fritsch

Faust Sonnengesang

Filmgedicht

Nacht auf Dienstag, 06.06.2017 

01:00 bis 04:00 Uhr

ARD-alpha 
2010

Das Filmgedicht FAUST SONNENGESANG des vielfach

ausgezeichneten aus der Oberpfalz stammenden Schriftstellers

Werner Fritsch ist der Versuch, den "jüngsten Film" bewusst zu

gestalten. Der "jüngste Film" ist der Film, der abläuft, wenn wir

die Augen für immer schließen. Das "Ich" dieses Films,

stellvertretend für jeden, der diesen Film sieht, sieht naturgemäß

Bilder des eigenen Lebens, Bilder der eigenen Träume und

Alpträume... Das "Faustische" an diesem Film ist die Gnade,

diesen "jüngsten Film" selber gestalten zu dürfen, also diejenigen

Augenblicke und Träume, zu denen man sagen will: Verweile

doch, du bist so schön... Mephisto, verbunden mit den eher

apokalyptischen Alpträumen und Walpurgisnacht-Visionen,

und Mephista, erscheinen in vielfacher Gestalt, sprechen mit

immer anderen Stimmen, helfen diese Augenblicke zu

memorieren oder die Träume, die freilich immer wieder in

Alpträume umschlagen können, zu kreieren. Ausgelöst durch

einen Unfall, läuft der Traum unseres Lebens vor unseren

geschlossenen Augen ab. Was will man sehen? Was fürchtet man

zu sehen? Was träumt man zu sehen? Jemand geht auf eigene

Faust durchs Labyrinth seines Lebens: geht durch eine Höhle,

die sein Kopf ist - oder sein Herz, Stein geworden. Mephisto

oder Mephista erscheinen und realisieren seine Träume, oftmals

führen sie ihn auf Reisen. Dieser Film ist der Versuch, den

Faust-Stoff zu öffnen: bildlich gesprochen und wörtlich

genommen gleicht dieser Film einer Faust, die sich öffnet,

jeder Finger entspricht einem Kontinent. Man weiß nicht,

was kommt. Man weiß nur: Nur wer geht, weiß was kommt...

Das Filmgedicht Faust Sonnengesang ist der Versuch, den

"jüngsten Film" bewusst zu gestalten. Der "jüngste Film" ist der

Film, der abläuft, wenn wir die Augen für immer schließen.

Das "Ich" dieses Films - stellvertretend für jeden, der diesen Film

sieht - sieht naturgemäß Bilder des eigenen Lebens, Bilder der

eigenen Träume und Alpträume...

 

Wers nicht schafft am Pfingstmontag kann in der Mediathek des BR noch 7 Tagen den Film sehen.

 

Überdies ist im Logbuch des Suhrkamp Verlages noch Grundsätzliches zu

FAUST SONNENGESANG zu lesen

http://www.logbuch-suhrkamp.de/werner-fritsch/faust-

sonnengesang/

 

 

Weiterhin gilt es eine Lesung, eine Filmvorführung

und die Teilnahme an einem Symposium zur

Metapher anzuzeigen: 

 

Lesung Werner Fritsch aus NOFRETETE/DAS RAD DES GLÜCKS/ MUTTER SPRACHE

http://www.suhrkamp.de/buecher/nofretete_das_rad_des_gluecks_mutter_sprache-werner_fritsch

_42509.html

Am Freitag, 16. Juni in der Buchhandlung Montag, um 19 Uhr

 Pappelallee 25/ 10437 Berlin/ 030 - 89650712

info@buchhandlungmontag.berlin

www.buchhandlungmontag.berlin

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Film im Rahmen der Artspring 17 am 17. Juni um 16 Uhr

16 Uhr

Film: DISTELN FÜR DIE DROSTE 37 Min., Farbe u. sw (1997)

Porträt der Annette von Droste-Hülshoff. Ein Film von Werner Fritsch, im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur.

„Es ist ein phantastisches und sehr, sehr eigenständiges Film-Poem auf diese Gescheiterte und Verhinderte geworden, für die,

ähnlich vielleicht wie für Fritsch, die Natur ein gewaltiger Raum der Projektionen, auch einer wüsten Freiheit, eines hierarchiefreien

Nebeneinanders ist. Fritsch „dichtet“ hier mit Bildern, auf eine verwegene und surreale Art, die sich einem aber beim Zusehen

„berauschend“ erschließt. An Fritschs Droste-Film kann man sehen, wie neues deutsches Kino auch ausschauen könnte.“

(Die Woche, 5.2. 1998)

Atelier von Jan GottschalkMilchhof e.V., Schwedter Str. 232, Prenzlauer Berg

 

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Am 7. Juli nehme ich um 19. 30  Uhr teil mit dem Beitrag MEHRFACHBELICHTUNG ALS METAPHER

teil am Symposium

PRODUKTIVE ÄQUIVALENZ

PRODUKTIVE ÄQUIVALENZ. Die Metapher im transdisziplinären Kontext. Ein

Symposium der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft.

7.-9-7.2017 im Auditorium des Jacob-Wilhelm-Grimm-Zentrum, Geschwister-Scholl-Str. 1-3,

10117 Berlin

https://www.metaphernsymposium.com/

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In der Hauptsache bin ich am Schneiden von FAUST SONNENGESANG III, Amerika im Fokus.

Ein Gegen-Amerika, wie sich denken lässt…

Schöne AugenBlicke beim Schauen der Filme am Pfingstmontag -

 

Werner Fritsch

 

www.werner-fritsch-filmproduktion.de